Zu den „wilden“ Kräutern


Es ist erstaunlich, was hier in Deutschland alles wächst, das essbar oder sogar eine Heilpflanze ist – und wir denken, es wäre Unkraut!

Jedes Mal, wenn ich spazieren gehe, bin ich mit Ehrfurcht erfüllt und staune über den Reichtum, die Weisheit und die Schönheit von GOTTES Schöpfung. Regional und frisch geerntet sind Wildkräuter eine reichhaltige Ergänzung unserer Ernährung, denn sie enthalten ein Vielfaches an Vitaminen
und Mineralien als ihre Verwandten aus dem Supermarkt.
Und dazu sind sie kostenlos für jeden verfügbar!



Bei den Kräuterführungen gibt es das ganze Jahr über viel zu entdecken.


Frühling

Im Frühling spitzt das erste Grün aus dem Boden, allen voran das gelbblühende Scharbockskraut,
dessen glänzende Blätter allerdings vor der Blüte geerntet werden.
Die ersten Frühlingskräuter versorgen unseren Körper mit Vitamin C, Folsäure, anderen Vitaminen und jeder Menge Mineralstoffen.
Darum eignen sie sich besonders gut als Frühjahrskur! Am besten nimmt man täglich bis zu eine Handvoll wilde Kräuter zu sich:
im Salat oder im Smoothie, als Brennnesselsüppchen oder in Gebackenem. Roh genossene Kräuter sind allerdings am vitaminreichsten.
Die Menge sollte allerdings nur langsam gesteigert werden, damit der Körper sich an die Fülle von Mineralien gewöhnen kann.
Haltbar machen kann man nun Löwenzahn und Gundelrebe als Tee getrocknet oder zur Salbe verarbeitet. Löwenzahnblütengeleé ist etwas ganz Besonderes. Gundelrebe wird mit Zartbitterschokolade zur gesunden Delikatesse. Wiesenschaumkraut würzt den Essig …
Genug der Schwärmerei! Ich darf nicht zuviel verraten 😉 Der Kräuterlikör des Jahres wird natürlich genau jetzt angesetzt.
Bis zum Ende des Erntejahres werden immer mehr Kräuter dazu kommen und der Geschmack ist jedes Jahr ein bisschen anders.
Es ist gut, sich spätestens jetzt eine Liste zu machen, um die Hausapotheke vielseitig zu bestücken und keine Erntezeit zu verpassen.


Sommer

Im Früh-Sommer haben wir eine Fülle von Wildkräutern zur Verfügung. Jetzt ist die emsigste Zeit des Kräuterjahres.
Wiesentee, Wiesendudler und Sirups sind die leckeren Getränke, die frisch angesetzt oder haltbar gemacht werden.
Ab sofort wird der Holunderblütensirup für den „Hugo“ selbst hergestellt 😊
Der Kräuterlikör erhält „Zuwachs“ und die Hausapotheke wird gefüllt. Frisch auf den Tisch kommen die Wildkräuter im bunten Salat, in der Kräuterbutter,
in Smoothies und vielem mehr. Auch Kräutersalz ist eine tolle Möglichkeit, Wildkräuter haltbar zu machen. So wird das Salz aufgewertet und dabei der Salzkonsum auf natürlichem Weg reduziert. Mein selbst gemachtes Kräutersalz enthält ca. 50% getrocknete Wildkräuter.
Im Spätsommer findet man noch genügend Kräuter zum Frischverzehr. Jetzt sollte die Kräuterernte abgeschlossen werden,
da die meisten Wildkräuter vor bis spätestens in der Blüte gesammelt werden.
Am besten noch mal die Liste kontrollieren!


Herbst

Die Kräuterernte ist vorbei! Getrocknete Teekräuter kommen in den Schrank und warten auf ihren Einsatz.
Öle werden zu Salben verarbeitet, Tinkturen gefiltert.
Die Heckenfrüchte werden reif: Schlehen, Hagebutten, Weißdornbeeren, aber auch Brombeeren findet man noch reichlich!
Auch Nüsse und Samen wie Bucheckern und Eicheln können jetzt gesammelt werden.
Beim Ernten immer noch genug für die Wildtiere übrig lassen!

 

Winter

Man mag es kaum glauben, aber es gibt auch Wildkräuter, die man im Winter sammeln kann.
Die unermüdliche Vogelmiere blüht sogar noch um den Gefrierpunkt und versorgt uns auch im bzw. unter dem Schnee mit frischem Grün.
Am besten merkt man sich die Stellen bereits im Frühjahr!
Auch andere immergrüne Wildkräuter kann man im tiefsten Winter für den Frischverzehr ernten.
Interessant und immer wieder erstaunlich sind die Baum-Knospen im Winter.
Nicht nur wegen der Gemmotherapie ist es lohnenswert, sich mit ihnen zu befassen.
Der Winter ist der richtige Zeitpunkt, um die Wurzeln von Brennnessel, Löwenzahn, Beinwell und anderen zu ernten.
Wurzeln spielen in der Pflanzenheilkunde eine große Rolle. Um die Pflanzen nicht auszurotten, sollten sie in der freien Natur nicht ausgegraben werden.
Im eigenen Garten dagegen ist das kein Problem.

Sie sehen: Das ganze Jahr über ist Kräuterzeit! Es gibt immer etwas zu entdecken und in jedem Jahr ist die Flora ein bisschen anders.

Ich liebe es, meinen Gästen kulinarische Schätze in und aus der Natur zu zeigen und mit ihnen mit allen Sinnen zu entdecken.
Geschichten über die „Wilden“, ihre Verwendung in der Küche sowie altes Volkswissen runden die Wildkräuterführung ab.
Als Heilpraktikerin kann ich Ihnen selbstverständlich auch über die naturheilkundliche Anwendung der einzelnen Wildkräuter
sowie ihre Inhaltsstoffe, Nebenwirkungen und Kontra-Indikationen erzählen.


Buchung

Die Führungen können für Gruppen ab 5 Teilnehmern gebucht werden und dauern mit extra buchbarer anschließender Erfrischung ungefähr 2 Stunden.
Gemeinsam können wir auch eine Kräuterbutter aus den gesammelten Kräutern herstellen.

Üblicherweise beginnt die Führung vor meiner Haustür oder am nahen Wald.


Kosten

15,- Euro pro Person, Mindestpreis 75,-€ (entspricht 5 Personen) inkl. Handout

+ Kräuterbutter mit Brot: 2 €/ Person, bitte extra buchen!

+ Das Getränkebuffet „vor meiner Haustür“ ist kostenlos, muss aber wegen Planung und Vorbereitung extra gebucht werden.

+ Am Waldrand ist weder Kräuterbutter noch Getränkebuffet möglich.

+ Barzahlung vor Ort oder auf Rechnung.


Wichtig

Bei Abmeldung am Tag der Führung wird eine Aufwandsentschädigung von 10€/ Person berechnet.
Die Kräuterführungen fallen nur bei strömendem Regen aus.
Bitte auf angemessene Kleidung sowie Sonnen- und Zeckenschutz achten!
Es ist sinnvoll, ein Körbchen oder eine Stofftasche sowie ein feuchtes Küchentuch für Selbstgesammeltes mitzubringen.

Gerne komme ich auch zu Ihnen für eine „spontane“ Führung oder „Gartenanalyse“ vorbei, d. h.  wir schauen gemeinsam, welche Un-Kräuter in Ihrem Garten oder nahem Umfeld für Sie von Nutzen sind und wie. In diesem Fall bekommen Sie kein Handout. Es ist aber möglich, nach meinem Besuch gegen Aufpreis ein individuell ausgearbeitetes Skript über „Ihre Kräuter“ zu erwerben.


Der Preis für den Besuch wie für das Skript ist aufwandsabhängig und beträgt 50,-€/ Stunde.
Das Skript kann auch als PDF per E-Mail verschickt werden.


Preis für eine Wildkräuterführung für bis zu 20 Personen am Wunschort

+ 2 Stunden Dauer: 300,-

+ inkl. Vorgespräch, Vorbereitungszeit und Fahrtkosten bis 20 km  (über 20 km 0,50€/ km)

+ optional/ extra buchbar:

            - Getränkebuffet   mit 2 verschiedenen „wilden“ Sirups, Dudlern o. ä.  25,00€

            - mit der Gruppe gemachte Schüttel-Kräuterbutter mit Brot 25,00€

Bezahlung auf Vorkasse.


Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen und mit Ihnen gemeinsam die heimischen Wildkräuter zu entdecken und mit allen Sinnen zu genießen!

Herzlichst,

Mirjam Junginger

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